Leserbrief der Ortsvereinsvorsitzenden

von Celina Lamm

-Mit dem CDU-Ratsherren Jedlicka scheinen die Pferde durchgegangen zu sein-
Er fordert allen Ernstes den „sofortigen Baubeginn der B239n von der Düwelsmühle bis zum Detmolder Berg“. Selbst ein CDU-Ratsherr sollte über elementare Rechtskenntnisse verfügen, denn auch eine Straße darf nur mit einer Baugenehmigung gebaut werden. Diese nennt man beim Bau einer Straße Planfestellungsbeschluß. Da es in den Sternen steht, ob und wann ein zeitaufwändiges Planfeststellungsverfahren für die B239n eingeleitet wird, offenbart die Forderung Jedlickas außer mangelnder Rechtskenntnis nur blinden Aktionismus.

Der CDU-Ratsherr scheint auch die Tagespresse nicht mit der gebotenen Sorgfalt zu verfolgen. Sonst hätte er die Erkenntnisse des LZ-Redakteurs Michael Dahl registrieren müssen. Dieser hatte zusammen mit anderen LZ-Redakteuren eine Testfahrt von Detmold nach Bielefeld auf verschiedenen Strecken unternommen. Er kam dabei „mit Tempo 50 zügig durch Lage“, nicht gerade ein zwingendes Argument für den Bau einer Umgehungsstrasse.

Dabei verkenne ich nicht, dass durch die Optimierung von Verkehrsführungen auch für die Innenstadt verkehrliche Entlastung machbar erscheint. Ein Ratsherr sollte aber die Interessen aller Bürgerinnen und Bürger vertreten, gleich wo diese wohnen.

Da muss der CDU-Ratsherr Jedlicka wohl noch viel lernen.

Ellen Stock

Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Waddenhausen

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